Modelle

Unimog Baureihe 425, Modelle U1300, U1500, U1500 T

1975-1993

1975-1993 Produktion
3 Anzahl Modelle
5 675 cc Hubraum
2.810 mm Radstand

Technische Daten

Produktion 1975-1993 Anzahl Modelle 3
Motor OM 352 A (Diesel 6-Zylinder mit Turboaufladung) Leistung 92 kW (125 PS), 110 kW (150 PS)
Hubraum 5 675 cc Radstand 2.810 mm
Leergewicht 5 600-6 200 kg Max. Gewicht 9 000 kg
Nutzlast 3 450-3 600 kg Bodenfreiheit 435 mm
Wattiefe 850-930 mm Böschungswinkel vorn 46°
Böschungswinkel hinten 51° Wendekreis 7 050 mm
Getriebe 8+8 Gänge, Allradantrieb Bremsen Scheiben, hydraulisch, Doppelkreis mit Servounterstützung
Gebaute Einheiten 4 203 Einheiten

1975 erweiterte Mercedes-Daimler-Benz die Palette der vielseitigen Arbeits- und Zugmaschinen um eine weitere Baureihe für den Schwereinsatz: die 425. Das erste Modell trug zunächst die Bezeichnung U120.

Die Baureihe 425 und die Kastenfahrerhaus-Kabine

Charakteristisch für die Baureihe 425 ist das Design der neuen, kantig geformten Kabine. Das brandneue, kurzhaubige, geräumige und hochgelegte Fahrerhaus mit dem kantigen Design bietet einen modernen, funktionalen Arbeitsplatz mit hohem Fahrkomfort und ist besonders auffällig. Die große Motorhaube, die sich kaum nach vorne neigt, macht ihn unverwechselbar. Sie endet in einer großen schwarzen Front. Das grundlegende Erscheinungsbild dieser Kabine blieb mehr als ein Vierteljahrhundert lang unverändert.

Auf Wunsch waren auch drei Sitzplätze erhältlich. Die Fahrzeuge der ersten Baureihe waren dank der nur an den Säulen des Sicherheitsfahrerhauses befestigten Spiegel leicht zu erkennen.

Der U120, der zum U1300 wurde

Der erste Unimog der Baureihe 425 und das Einstiegsmodell war der U120.

Motorisierung und Getriebe des U120, U1300

Zunächst wurde der U120 optional neben dem 120-PS-Saugmotor angeboten. Doch schon im Januar 1976 erhielt der U120 einen 125-PS-Sechszylinder mit 5,7 Litern Hubraum. Dieser neue Motor nutzt die im Abgas enthaltene Energie, um die Verbrennungsluft mit einem Überdruck von etwa 0,7-0,8 bar in den Brennraum zu zwingen. Die Vorteile dieser Aufladung waren:

  • eine höhere spezifische Leistung,
  • eine bessere Verbrennung,
  • ein günstigerer Kraftstoffverbrauch,
  • ein um 16 % gesteigertes Drehmoment.

Mit der Einführung des Turbomotors änderte sich die Bezeichnung: Aus dem U120 wurde der U1300.

Serienmäßig verfügte der Unimog U1300 über ein Achtganggetriebe. Auf Wunsch konnte er mit einem zusätzlichen Planetengetriebe mit acht weiteren kleinen Gängen ausgestattet werden.

Weitere technische Merkmale des U1300

Der Unimog der Baureihe 425 war mit folgenden zukunftsweisenden Ausstattungen versehen:

  • verbesserte Portalachsen mit Scheibenbremsen,
  • Daimler-Benz-Servolenkung,
  • ein hydraulisches Doppelkreis-Bremssystem mit Druckluftbetätigung.

Der U1300 hatte einen Radstand von 2810 Millimetern.

Der Unimog U1500 mit stärkerem Motor

Der U1500, ursprünglich U150 genannt, erschien kurz nach dem U1300. Der Motor leistete 150 PS statt der 125 PS des U1300. Der U1500 verfügte über eine hohe Nutzlast, was selbst mit dem schwersten Zubehör, insbesondere bei landwirtschaftlichen Anwendungen, wirtschaftliches Arbeiten ermöglichte. Dank des Allradantriebs konnte der U 1500 die Kraft seines 150-PS-Motors optimal in Zugkraft umsetzen.

Dank dieser Eigenschaften weiteten sich die Einsatzmöglichkeiten des U1500 erheblich aus, und die Fahrzeuge wurden für die Landwirtschaft, den Handel, die Industrie und den öffentlichen Sektor angeschafft.

Die Vorderachse konnte während der Fahrt pneumatisch, leicht per Drehknopf, zugeschaltet werden. Mit demselben Knopf, ebenfalls während der Fahrt und pneumatisch, konnte das Differenzial in Vorder- und Hinterachse gesperrt werden.

Der U1500, der sich zu einem vielseitigen und leistungsstarken Straßenzugfahrzeug für den wirtschaftlichen Industrieeinsatz entwickelt hatte, war zum Ziehen eines 40-Tonnen-Anhängers zugelassen. Das war doppelt so viel wie bei einem Lkw, denn nach dem Gesetz benötigten Zugmaschinen nur 3 PS/t, während Lkw 6 PS/t benötigten.

Komfort des U1500

Besonderes Augenmerk wurde auf die Schaffung eines fahrerfreundlichen Arbeitsplatzes gelegt:

  • der Geräuschpegel in der Sicherheitskabine war außergewöhnlich niedrig,
  • die Kabine war mit einem hydraulisch höhenverstellbaren Sitz ausgestattet,
  • Fahrer- und Beifahrerraum boten ein hohes Komfortniveau,
  • eine Klimaanlage sorgte für staub- und geräuscharme Belüftung,
  • die Sitzposition des Fahrers vorne, kombiniert mit der speziell abgesenkten Motorhaube, sorgte für gute Straßensicht,
  • die Servolenkung und der kleine Wendekreis erleichterten schwierige Manöver.

Unimog U1500 T

Bei diesem Modell endete der Motorblock des Unimog praktisch hinter dem Fahrerhaus und war mit standardisierten Befestigungspunkten versehen, um als Antriebseinheit für Spezialfahrzeuge eingesetzt zu werden. Der U 1500 T war die leistungsstärkste Unimog-Version seiner Zeit. Mit einem Schrägstapler konnte er Nutzlasten bis zu 8 t transportieren.

Varianten und Modellcodes

ModellBezeichnungFahrerhausRadstandLeistung (PS)Motor
425.121U1300Geschlossen2810 mm125OM 352A
425.131U1500 TGeschlossen150OM 352A
425.141U1500Geschlossen2810 mm150OM 352A

Unimog U120 oder U1300

Unimog 5025 / U425

Unimog U150 oder U1500

Unimog U1500 T

Modelle des Fahrgestells 425

Bildnachweis: Mercedes-Benz AG