Einsätze

Der Unimog im Winterdienst

Wenn die Straßen nicht warten können

Eine vereiste Straße um 3 Uhr morgens, ein Schneesturm, der eine Gemeinde lahmlegt, ein unpassierbarer Radweg, der Hunderte von Radfahrern aufhält: Der Winterdienst ist ein Wettlauf gegen die Zeit, bei dem jede Warteminute unmittelbare Folgen für die Sicherheit hat. Der Unimog ist darauf ausgelegt, in jeder Situation auf diesen Notfall zu reagieren.

Rund um die Uhr verfügbar, bei extremen Temperaturen einsatzbereit, in der Lage, in weniger als einer Stunde das Anbaugerät zu wechseln: Der Unimog ist das vielseitigste Winterdienst-Fahrzeug auf dem Markt und wird von Tausenden von Gemeinden, Straßenbetreibern und Flughäfen weltweit eingesetzt.

Schneepflug: drei Konfigurationen für drei Situationen

Das gerade Frontschild räumt leichte bis mittlere Schneefälle auf breiten Fahrbahnen effizient frei. Das V-Schild eignet sich besser für die ersten Durchgänge auf verschneiten Fahrbahnen, da es den Schnee gleichzeitig auf beide Seiten abwirft. Der Seitenpflug ergänzt das System für enge Straßen, Radwege und Parkplätze, indem er den Schnee zur Seite schiebt, ohne die mittlere Fahrspur zu behindern.

Mit einer Räumbreite von bis zu 3.600 mm je nach Konfiguration genügt häufig ein einziger Durchgang, um eine zweispurige Fahrbahn wieder freizugeben.

Streuung: Präzision und Salzersparnis

Der Feuchtstreu-Streuer behandelt die Fahrbahn mit vorbefeuchtetem Salz (FS30), ein Verfahren, das den Salzverbrauch gegenüber der herkömmlichen Trockensalzstreuung um bis zu 40 % reduziert. Die Dosiermenge wird automatisch an die Fahrzeuggeschwindigkeit angepasst, was eine gleichmäßige Verteilung unabhängig vom Fahrtempo gewährleistet.

Der Trockensalzstreuer bleibt auf Gebirgsstraßen und windexponierten Bereichen unverzichtbar, wo Feuchtsalz nicht ausreichend haftet. Die einstellbare Streubreite von bis zu 12 Metern erlaubt es, Schnellstraßen und Plätze in einem einzigen Durchgang zu behandeln.

Schneefräse: für Extremsituationen

Wenn Schnee sich so anhäuft, dass Schneepflüge nicht mehr ausreichen, kommt die Schneefräse zum Einsatz. Sie zerfräst und schleudert selbst die dichtesten Ansammlungen bis zu 25 Meter weit und räumt Gebirgspässe, Waldstraßen und Flughafenpisten auch nach ergiebigen Schneefällen frei. Der Unimog rückt dank seines Allradantriebs und der Differenzialsperren in Verhältnissen vor, wo konventionelle Fahrzeuge aufgeben müssen.

Rentabilität in der Nebensaison: Winterdienst ist nur ein Einsatzfeld

Die große Stärke des Unimog im Winterdienst liegt darin, dass er nicht acht Monate im Jahr in der Garage stehen muss. Dieselbe Märzwoche, in der die Schneeräumoperationen enden, kann der Unimog bereits wieder als Böschungsmäher, Straßenreiniger oder landwirtschaftlicher Geräteträger zum Einsatz kommen. Das Modulsystem garantiert eine maximale Amortisierung der Investition über das gesamte Jahr.

Bildnachweis: Mercedes-Benz AG