Die Produktion der Baureihe 435 für die Bundeswehr begann, wie bei der Baureihe 425, 1975 als Nachfolge des Mercedes-Benz Unimog 404 (Unimog S). Der U 1300 L und der U 1700 L waren hauptsächlich für den Transportbedarf der Bundeswehr in der 2-Tonnen-Klasse bestimmt.
1988 wurde die Baureihe von der Baureihe 437 abgelöst.
Die Kabine des Unimog der Baureihe 435
Wie bei der Baureihe 425 sorgte eine neue Anordnung der Antriebseinheiten dafür, dass die 435 eine moderne, sehr geräumige Ganzstahlkabine mit dem neuen kantig gestalteten Design erhielt, die drei Personen Platz bietet.
Dieser Unimog zeichnete sich auch durch einen langen Radstand von 3250, 3700 oder sogar 3850 Millimetern aus.
Motorisierung des U1300 L und U1700 L
Erstmals überschritt ein Unimog die 100-km/h-Marke. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h war der U 1300 L für Straßentransportaufgaben noch schneller. Dies war auf die Motorleistung zurückzuführen:
- Der U 1300 L wurde von einem 130-PS-Saugmotor angetrieben (BM 353.961)
- Der U 1700 L verfügte über einen Sechszylinder-Turbodiesel mit 168 PS (BM 353.959).
Unimog U1700
Neben den seit September 1975 produzierten Modellen Unimog U 1300 L (BM 435.115) und U 1700 L (BM 435.113), die als geländegängige Hochleistungsfahrzeuge nach den Marktanforderungen gebaut wurden, wurde die Baureihe 435 1979 durch den U 1700 (BM 435.110) ergänzt, die leistungsstärkste Langradstand-Zug- und Arbeitsmaschine. Der neue Geräteträger mit 5 Tonnen Nutzlast und beachtlichen Anhängekapazitäten war, wie der U 1700 L, mit einem Sechszylinder-Turbodiesel mit 168 PS ausgestattet (BM 353.959).
Der Unimog bei der Paris-Dakar-Rallye
Die vierte Paris-Dakar-Rallye fand 1982 statt. Nach mehr als 10.000 km in 20 Renntagen erzielte der Unimog einen Doppelsieg. In der Lkw-Wertung gewann ein Team auf einem U 1700 L und wurde dicht gefolgt von einem U 1300 L auf dem zweiten Platz.
Der Unimog bewies seine Überlegenheit erneut bei der Paris-Dakar-Rallye 1985. Das Privatteam Capito aus dem Siegerland gewann die Rallye Raid mit einem 180-PS-U 1300 L, der eine Geschwindigkeit von 125 km/h erreichen konnte.
Varianten und Modellcodes
| Modell | Bezeichnung | Fahrerhaus | Radstand | Leistung (PS) | Motor |
|---|---|---|---|---|---|
| 435.110 | U1700 | Geschlossen | 3250 mm | 168 | OM 352A |
| 435.111 | U1700 L | Geschlossen | 3250 mm | 168 | OM 352A |
| 435.113 | U1700 L | Geschlossen | 3850 mm | 168 | OM 352A |
| 435.115 | U1300 L | Geschlossen | 3250 mm | 130 | OM 352 |
| 435.117 | U1300 L | Geschlossen | 3700 mm | 130 | OM 352 |

Bildnachweis: Mercedes-Benz AG