Auf der Münchner Kommunalfahrzeugmesse wurden die Unimogs der Baureihe 407 erstmals 1987 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Kennzeichen dieser Baureihe ist ihr geringes Gewicht.
Der Unimog 407 ist eine kleine, leichte Arbeitsmaschine
Auf der Münchner Kommunalfahrzeugmesse wurden die Unimogs der Baureihe 407 erstmals 1987 der Öffentlichkeit präsentiert. Das Kennzeichen dieser Baureihe ist ihr geringes Gewicht.
Der Unimog 407 ist eine kleine, leichte und wirtschaftliche Arbeitsmaschine. Er war dafür konzipiert, überall dort eingesetzt zu werden, wo leistungsstarke Mehrzweckfahrzeuge unter allen Bedingungen benötigt wurden. Die Stärken dieser Fahrzeuge lagen in ihrer Kompaktheit und Wendigkeit bei einem ausgewogenen Verhältnis zwischen Bewegungsraum, Spurweite und Standsicherheit.
Die Baureihe 407 löste die seit 1966 bestehende Baureihe 421 ab. Das beste Unterscheidungsmerkmal zwischen der Baureihe 407 und dem U 421 ist die Lage des Ansaugkrümmers: Bei der 407 befindet er sich auf der linken Seite, bei der 421 auf der rechten Seite.
Die Modelle der Unimog-Baureihe 407
Die Baureihe 407 wurde in drei Varianten angeboten:
- der U 600 (BM 407.100) mit kurzem Radstand (2250 mm),
- der U 650 (BM 407.110) als “Arbeitsmaschine mit langem Radstand” (2605 mm),
- der U 650 L (BM 407.111) als “Geländefahrzeug”, das sich aufgrund seines langen Radstands (2605 mm) besonders für Sonderaufbauten eignete.
Motorisierung und Antrieb der Unimog-Baureihe 407
Die Baureihe 407 war mit dem Vierzylinder-Dieselmotor OM 616 ausgerüstet. Beim U600 war seine Leistung auf 52 PS begrenzt. Anschliessend wurde die Leistung für die U650 und U650 L auf 60 PS erhöht.
Ein neues, vollsynchronisiertes Getriebe mit Schrägverzahnung und pneumatischer Zwischengangschaltung wurde in der leichten Baureihe verbaut. Es verfügte über acht Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge.
Dieses neue Getriebe zeichnete sich aus durch:
- verbesserten Laufkomfort und reduzierte Flächenpressung dank Schrägverzahnung,
- optimale Gangabstufung,
- präzise und kurze Schaltwege,
- leichtes und schnelles Gangwechseln,
- vollsynchronisierte Schaltung,
- bessere Handhabung durch pneumatische Zwischengangschaltung.
Die Modelle der Baureihe 407 waren stets auch mit hydraulischen Doppelkreis-Trommelbremsen ausgestattet.
Komfort, Gestaltung und Ergonomie der Baureihe 407
Das Fahrgestell wurde neu gestaltet, mit einer serienmässig verstärkten Vorderachsaufhängung. Ein zusätzlich eingebauter Stabilisator trug zur Verbesserung der Fahreigenschaften bei. Die Lenkungskinematik wurde ebenfalls durch die Änderung der Achsen- und Fahrgestellkomponenten optimiert.
Die Baureihe 407 war nur in der geschlossenen Ausführung erhältlich. Das Fahrerhaus aus den 1970er Jahren wurde beibehalten und gleichzeitig modernisiert. Es wurde 1988 für die leichte und mittlere Unimog-Baureihe überarbeitet und aktualisiert. Das Fahrerhaus wurde um 160 mm erhöht und die Windschutzscheibe um 25 % vergrössert.
Der vergrösserte Innenraum und die erhöhte Stehhöhe, kombiniert mit der deutlich verbesserten Ergonomie der Bedienelemente und dem neuen, leistungsfähigeren Heizungs- und Belüftungssystem, boten dem Fahrer einen Arbeitsplatz, der den künftigen Anforderungen einer Arbeitsmaschine gerecht wird. Der insgesamt positive Eindruck wurde unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit durch die verbesserte Zugänglichkeit sowie durch die Vergrösserung der Windschutzscheibe und der Aussenrückspiegel weiter unterstrichen.
Varianten und Modellcodes
| Modell | Bezeichnung | Fahrerhaus | Radstand | Leistung (PS) | Motor |
|---|---|---|---|---|---|
| 407.100 | U600 | Geschlossen | 2250 mm | 52/60 | OM 616 |
| 407.110 | U650 | Geschlossen | 2605 mm | 60 | OM 616 |
| 407.111 | U650 L | Geschlossen | 2605 mm | 60 | OM 616 |
| 407.200 | U600 | Geschlossen | 2250 mm | 52/60 | OM 616 |
| 407.210 | U650 | Geschlossen | 2605 mm | 60 | OM 616 |
| 407.211 | U650 L | Geschlossen | 2605 mm | 60 | OM 616 |
Unimog U600

Unimog U600 Cabine

Bildnachweis: Mercedes-Benz AG