1955 fertigte Daimler-Benz den ersten Unimog S der Baureihe 404. Er hatte einen langen Radstand und war für den militärischen Einsatz bestimmt.
Die Bundeswehr als treuer Abnehmer des Unimog S
Die 1956 gegründete Bundeswehr war von Anfang an am Projekt beteiligt. Der Unimog S wurde ein Vierteljahrhundert lang bis 1980 gebaut. Die Bundeswehr blieb ein wichtiger Kunde dieses Modells, das dadurch zum Bestseller unter den Unimogs wurde. Dank seiner herausragenden Geländeeigenschaften erfreut sich der Unimog S grosser Beliebtheit bei Streitkräften auf der ganzen Welt.
Der Unimog S mit ausschliesslich Benzinantrieb
Der Unimog S trägt den für Daimler-Benz-Nutzfahrzeuge dieser Epoche typischen ovalen Kühlergrill mit seinen gerahmten runden Scheinwerfern.
Sein Fahrerhaus hat ein zeitloses Design. Gegenüber dem ursprünglichen Unimog wurde der Radstand um etwa einen Meter vergrössert, zunächst auf 2700, dann auf 2900 Millimeter.
Unter der Motorhaube des Unimog S steckte kein Dieselmotor wie beim ursprünglichen Unimog, sondern ein modifizierter Benzinmotor aus dem Personenwagen. Der Sechszylinder-M180-Motor des Personenwagens 220a leistete zunächst 82 PS bei einem Hubraum von 2,2 Litern, bevor er durch den 110-PS-Motor M130 mit 2,8 Litern ersetzt wurde.
Im Laufe der Jahre begeisterte der Unimog S nicht nur Kunden in Uniform, sondern zunehmend auch zivile Abnehmer.
1975 wurde die Baureihe 435 als Nachfolger des Unimog S ins Leben gerufen!
Varianten und Modellcodes
| Modell | Bezeichnung | Fahrerhaus | Radstand | Leistung (PS) | Motor |
|---|---|---|---|---|---|
| 404.111 | U80 | Optional | 2700 mm | 80 | M 180 |
| 404.113 | U82 | Optional | 2900 mm | 82 | M 180 |
| 404.114 | U82 | Optional | 2900 mm | 82 | M 180 |
| 404.115 | U82 | Optional | 2900 mm | 82 | M 180 |
| 404.117 | U60 | Optional | 2900 mm | 60 | OM 615 |
| 404.010 | U82 | Optional | 2900 mm | 82 | M 180 |
| 404.011 | U82 | Optional | 2900 mm | 82 | M 180 |
| 404.012 | U110 | Optional | 2900 mm | 110 | M 180 |
| 404.013 | U110 | Optional | 2900 mm | 110 | M 180 |

Bildnachweis: Mercedes-Benz AG